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Ausstieg · Verkauf · Stilllegung · Liquidation

Wenn es nicht weitergehen soll.

Nicht jede Geschichte endet mit einer Sanierung. Manchmal ist die richtige Entscheidung, aufzuhören. Das ist keine Niederlage. Aber es ist eine Entscheidung, die eine Reihenfolge braucht, sonst wird aus dem Ausstieg ein Verfahren gegen Sie. Wir bringen den Ausstieg in eine Ordnung, die vor Gläubigern, Mitarbeitern und Gerichten Bestand hat.

Erstgespräch kostenlos · nach zwei Wochen wissen Sie, welche Wege offen sind
Anlässe

Die Gründe sind meistens dieselben.

Kein Nachfolger

Die Kinder wollen nicht, und ein Käufer war noch nicht da. Der Betrieb läuft, aber niemand übernimmt ihn.

Streit unter Gesellschaftern

Zwei Gesellschafter, zwei Richtungen, und der Betrieb steht dazwischen. Jede Entscheidung wird zur Kraftprobe.

Gesundheit

Wenn der Inhaber ausfällt, fällt in vielen Betrieben alles aus. Dann braucht es schnell einen Plan, der ohne ihn funktioniert.

Alter

Sie wollten vor zwei Jahren aufhören und haben weitergemacht, weil es keinen Plan gab. Jetzt soll er entstehen.

Das Geschäftsmodell trägt nicht mehr

Die Aufträge sind da, das Geld ist trotzdem weg. Preise, Kosten oder Markt haben sich verschoben.

Gesunde Gesellschaft, kein Zweck mehr

Die Gesellschaft hat ihren Zweck erfüllt und soll sauber geschlossen werden, ohne offene Enden.

Wofür wir nicht zuständig sind

Eine klare Grenze, bevor wir weiterreden.

Wenn Sie jemanden suchen, der Ihre GmbH samt Schulden übernimmt, damit Haftung und Verbindlichkeiten verschwinden, sind wir der falsche Ansprechpartner. Solche Angebote gibt es. Sie enden regelmäßig mit einem Ermittlungsverfahren, und zwar gegen den bisherigen Geschäftsführer, nicht gegen den neuen. Wir übernehmen keine Gesellschaften, um Verantwortung verschwinden zu lassen, und wir vermitteln keine Strohleute.

Woran Sie solche Angebote erkennen, steht im Beitrag Firmenbestattung erkennen. Was beim Verkauf einer GmbH mit Schulden erlaubt ist und was nicht, erklärt diese Seite.

Wege

Vier Wege aus dem Unternehmen.

1
Verkauf des Betriebs
  • Ein Betrieb mit Aufträgen, Leuten und Kunden ist auch dann etwas wert, wenn die Bilanz schlecht aussieht.
  • Passt, wenn der Betrieb Substanz hat und Zeit für einen geordneten Investorenprozess bleibt, meist drei bis sechs Monate.
  • Scheitert, wenn zu spät begonnen wird und die Liquidität den Prozess nicht mehr trägt.
  • Den Investorenprozess führen wir gemeinsam mit unserem Partner Falkensteg.
2
Übertragende Sanierung
  • Der Betrieb geht weiter, die alte Gesellschaft bleibt zurück und wird abgewickelt.
  • Passt, wenn Schulden die Fortführung im alten Rechtsträger unmöglich machen, der Betrieb selbst aber trägt.
  • Für die Mitarbeiter ist das oft die beste Lösung: Sie gehen mit dem Betrieb über.
  • Läuft meist über ein Insolvenzverfahren, gern in Eigenverwaltung. Mehr im Beitrag Übertragende Sanierung.
3
Geordnete Stilllegung
  • Aufträge zu Ende führen, Kündigungen fristgerecht aussprechen, Anlagen verwerten, Gläubiger gleich behandeln. In dieser Reihenfolge.
  • Passt, wenn kein Käufer zu finden ist und das Geld für einen geordneten Abschluss noch reicht.
  • Scheitert, wenn zwischendurch Zahlungsunfähigkeit eintritt und die Pflichten des Insolvenzrechts greifen.
  • Dauer je nach Auftragsbestand drei bis zwölf Monate.
4
Liquidation der gesunden Gesellschaft
  • Wenn das Geld für alle Schulden reicht, ist die Liquidation der saubere Weg: Auflösung, Sperrjahr, Löschung.
  • Reicht es nicht, ist es ein anderer Weg, und das muss vorher feststehen.
  • Dauer mindestens ein Jahr wegen des Sperrjahrs. Ablauf und Kosten im Beitrag GmbH löschen.
  • Steuerliche Fragen klärt Ihre Steuerkanzlei, wir stimmen uns mit ihr ab.
Der wunde Punkt

Ab wann Sie nicht mehr frei entscheiden.

Sobald die Gesellschaft zahlungsunfähig oder überschuldet ist, endet die freie Wahl. Dann gibt es eine Frist, und dann gibt es Pflichten. Wer in dieser Lage noch Rechnungen bezahlt, die er nicht mehr bezahlen darf, haftet dafür persönlich. Deshalb steht am Anfang immer dieselbe Frage: Reicht das Geld noch für alle, oder reicht es nicht mehr?

Wie Sie das prüfen, steht im Beitrag Zahlungsunfähigkeit erkennen. Die rechtliche Beurteilung im Einzelfall übernimmt ein Fachanwalt für Insolvenzrecht; VIAEXCRISI erbringt keine Rechtsberatung.

Die Menschen

Was aus Ihren Leuten wird.

Die meisten Unternehmer, die aufhören wollen, machen genau deshalb weiter: wegen der Leute. Eine Übergabe ist fast immer besser als ein Abbruch. Aber sie braucht Vorlauf.

Tischlerei Lamp & Sohn

In Eigenverwaltung fortgeführt und auf eine Auffanggesellschaft übertragen. Sämtliche Arbeitsplätze blieben erhalten.

Beco Metallteile

Verkauf an ein Unternehmen der MAX-MOTHES-Gruppe. Beide Standorte und rund 30 Arbeitsplätze erhalten.

Personal Partner Cramer

Rund 100 Beschäftigte gingen innerhalb von 22 Tagen zu Tempton über.

Alle Fälle

Mit Namen, Daten und Pressebeleg auf der Seite Zahlen und Fakten.

Ablauf und Kosten

Nach spätestens zwei Wochen wissen Sie, welche Wege offen sind.

01
Erstgespräch

Kostenlos, 30 bis 45 Minuten, am Telefon. Gern zunächst ohne Namen.

02
Zwei Wochen Klarheit

Zahlen sichten, Wege durchrechnen, eine schriftliche Empfehlung mit Kosten und Dauer je Weg.

03
Entscheidung und Umsetzung

Sie entscheiden. Danach setzen wir um, auf Wunsch mit Michael Witt in der Geschäftsführung.

Kosten

Erstgespräch kostenlos. Begleitung ab 4.500 Euro. Führt der Weg in ein Verfahren, ist unsere Vergütung regelmäßig Masseverbindlichkeit, wird also aus dem Unternehmen getragen und nicht aus Ihrem Privatvermögen.

Häufige Fragen

Was Unternehmer vor dem Ausstieg fragen.

Muss ich Insolvenz anmelden, wenn ich aufhören will?
Nein, nicht zwangsläufig. Reicht das Vermögen der Gesellschaft für alle Schulden, kann sie liquidiert oder der Betrieb verkauft werden, ganz ohne Gericht. Ist die Gesellschaft dagegen zahlungsunfähig oder überschuldet, besteht für GmbH, UG und AG eine Antragspflicht nach § 15a InsO, und zwar unabhängig davon, ob Sie aufhören wollen. Deshalb klären wir zuerst, welcher der beiden Fälle vorliegt.
Können meine Mitarbeiter übernommen werden?
Beim Verkauf des Betriebs und bei der übertragenden Sanierung gehen die Arbeitsverhältnisse nach § 613a BGB auf den Erwerber über. In den dokumentierten Verfahren von VIAEXCRISI blieben so bei Lamp & Sohn alle, bei Beco fast alle Arbeitsplätze erhalten. Bei einer Stilllegung enden die Arbeitsverhältnisse durch Kündigung; dann geht es darum, Fristen einzuhalten und die Leute früh und ehrlich zu informieren.
Was passiert mit meiner Bürgschaft?
Eine persönliche Bürgschaft bleibt bestehen, egal welchen Weg die Gesellschaft geht. Wird der Betrieb verkauft und die Bank aus dem Erlös bedient, sinkt das Risiko aus der Bürgschaft. Deshalb gehört die Bürgschaft von Anfang an in die Planung. Mehr dazu im Beitrag Bürgschaft und GmbH-Insolvenz.
Wie lange dauert eine Liquidation?
Mindestens ein Jahr. Nach dem Auflösungsbeschluss werden die Gläubiger aufgerufen, dann läuft das Sperrjahr nach § 73 GmbHG, erst danach darf das Restvermögen verteilt und die Gesellschaft gelöscht werden. Mit Steuerprüfung und Registerverfahren sind 15 bis 24 Monate üblich.
Erfahren meine Kunden davon?
Bei Verkauf und Stilllegung ja, aber zu einem Zeitpunkt, den Sie bestimmen, mit einer Botschaft, die Sie vorbereitet haben. Ein Insolvenzverfahren wird öffentlich bekannt gemacht. Vorher bleibt alles vertraulich; das Erstgespräch und die Prüfphase erfahren nur die, die Sie einbeziehen.
Was, wenn mein Mitgesellschafter nicht mitzieht?
Dann entscheidet der Gesellschaftsvertrag: Welche Mehrheit braucht ein Auflösungs- oder Verkaufsbeschluss, gibt es Vorkaufsrechte oder Abfindungsregeln? Wir lesen den Vertrag mit Ihnen und Ihrem Anwalt und zeigen, welche Wege auch ohne Einigkeit gangbar sind. Eine Zahlungsunfähigkeit wartet allerdings nicht auf die Einigung der Gesellschafter.

Rufen Sie an, bevor Sie eine Entscheidung treffen, die sich nicht mehr zurücknehmen lässt: 0170 666 35 59. Das Gespräch kostet nichts und bleibt unter uns. VIAEXCRISI erbringt keine Rechts- und keine Steuerberatung. Alle Inhalte sind allgemeine Information, keine Rechtsberatung im Einzelfall.

Direkter Draht

Erzählen Sie uns, wo Sie stehen.

Ein paar Sätze reichen: Branche, Größe, warum Sie aufhören wollen und ob das Geld derzeit für alle Rechnungen reicht. Sie bekommen eine offene Einschätzung, welche Wege in Frage kommen. Vertraulich und kostenlos.

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